Restaurant Scheitlinsbüchel

Geschichte

Die Tradition in die Zukunft führen.

Mit dem Aus- und Umbau im Jahr 2013 hat für den Scheitlinsbüchel ein neues Kapitel begonnen. Das Restaurant wurde um rund 30 Plätze erweitert. Und das Angebot weiter verbessert: mit grossen Panoramafenstern, durch die man freie Sicht auf Stadt und Bodensee geniesst. Mit der Investition hat die Ortbürgergemeinde als Inhaberin der Liegenschaft eine wichtige Massnahme für die erfolgreiche Zukunft des Betriebs umgesetzt.

 

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Zwei Familien – von 1873 bis heute.

Erstaunlich ist, wie lange die Liegenschaft und damit die Wirtschaft in der gleichen Familie blieb. Als die Familie Fässler diese 1971 übernahm, wurde sie bereits 68 Jahre von der Familie Koller geführt. Leider musste das stattliche Wirtshaus wenig später einem Neubau weichen. In der Chronik steht unter dem 14. März 1974: «Die Tage des Restaurant Scheitlinsbühel sind gezählt. Der Zivilschutz beginnt, mit Sprengstoff und Feuer daran zu üben.»

 

 


Die Entstehung des Scheitlinsbüchels.

Erstmals schriftlich erwähnt wurde der «Scheitlinsbühel» – eine Kombination aus dem Familiennamen Scheitlin und der Bezeichnung für eine Erhebung in der Landschaft – im Jahr 1836. Wer genau dem Büchel seinen Namen verlieh, ist nicht bekannt. Pachtverträge führten unter Gebäulichkeiten jeweils ein Wohnhaus mit angebautem Stall auf.

Es war Karl Johannes Koller, der auf dem Scheitlinsbüchel eine Wirtschaft errichtete. Vermutlich im Jahr 1903, denn im Nachtrag seines Pachtvertrages dieses Jahres hiess es: «Sollte der Pächter im Pächterhause eine Wirtschaft betreiben, so hat er das Mobiliar und Wirtsgeschirr, Gartenbänke, Pavillon, Schaukeln auf eigene Kosten anzuschaffen und die Wirtschaftsräume samt Gang und Treppenhaus zu weisseln und zu bemalen, so oft es notwendig erscheint oder die Verwaltung es begehrt.»

Im Jahr 1906 stand Koller schliesslich als Landwirt und Wirt im Adressbuch. Die Bauern aus der Region gingen im Scheitlinsbüchel ein und aus.

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Als der Senn noch die Milch brachte.

Der Scheitlinsbüchel oberhalb von St.Gallen ist ein beliebtes Ausflugsziel. Kein Wunder, denn der Blick auf die Stadt und die Aussicht bis zum Bodensee sind einfach herrlich. Früher lagen die Prioritäten anders.

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts wurde das Gebiet zwischen Dreilinden und Notkersegg als Linsenbühler Weide bezeichnet. Ziegen, Kühe, Ochsen sowie Pferde verbrachten hier den Sommer. Es gab eine grosse Scheune und Stallungen. Im geräumigen Wohnhaus lebten der Senn, der die Milch in die Stadt liefern musste, ein Karrer und ein Weinverkäufer. Dem Verwalter standen zwei bis drei Zimmer zur freien Verfügung.